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Datum: 19.10.2026 - 19:12 Uhr | Sachsen

Lkw-Brand auf der A4 bei Ohorn: Fehlende Rettungsgasse behindert Feuerwehr

Autobahn für Löscharbeiten voll gesperrt-Lkw-Fahrer hilft mit Gabelstapler

Datum: 19.10.2026 - 19:12 Uhr
Ort: BAB4/Ohorn / Sachsen

Ohorn. Ein brennender Lastwagen hat am späten Nachmittag einen größeren Feuerwehreinsatz auf der Autobahn A4 in Fahrtrichtung Dresden ausgelöst. Gegen 17.30 Uhr wurden mehrere Feuerwehren zu dem Brand zwischen den Anschlussstellen Ohorn und Pulsnitz alarmiert. Die Autobahn musste vollständig gesperrt werden und blieb auch in den Abendstunden dicht. Neben erheblichen Verkehrsbehinderungen sorgte eine unzureichend gebildete Rettungsgasse für Probleme bei der Anfahrt der Feuerwehr.
Aus bislang ungeklärter Ursache war im Bereich der Fahrerkabine eines Sattelzuges ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen richteten erhebliche Schäden an, das Führerhaus brannte nahezu vollständig aus. Dichter Rauch stieg über der Autobahn auf.

Geladene Fahrzeugteile teilweise beschädigt

Der Lastwagen war mit Fahrzeugteilen beladen. Durch den Brand wurden auch Teile der transportierten Ladung beschädigt. Das genaue Ausmaß der Schäden am Sattelzug und an den Fahrzeugteilen ist derzeit noch nicht bekannt. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens können bislang nicht gemacht werden.
Zur Brandbekämpfung rückten die Feuerwehren aus Pulsnitz, Bretnig, Hauswalde, Großröhrsdorf und Ohorn an. Gemeinsam nahmen die Einsatzkräfte die Löscharbeiten auf. Zunächst wurde das Feuer mit Wasser bekämpft, anschließend kam Löschschaum zum Einsatz, um verbliebene Glutnester abzulöschen.

Rettungsgasse funktionierte erneut nicht

Für zusätzliche Schwierigkeiten sorgte die Situation auf der Anfahrt zur Einsatzstelle. Wie die Feuerwehr vor Ort mitteilte, funktionierte die Bildung der Rettungsgasse auch bei diesem Einsatz nicht ordnungsgemäß.
Zahlreiche Fahrzeuge standen zu dicht beieinander, sodass die anrückenden Feuerwehrfahrzeuge immer wieder abbremsen mussten und sich nur langsam durch den Stau bewegen konnten. Dadurch ging wertvolle Zeit verloren, die bei einem Brandeinsatz von entscheidender Bedeutung sein kann.
Die Feuerwehr machte damit erneut auf die Wichtigkeit einer frühzeitig gebildeten und ausreichend breiten Rettungsgasse aufmerksam. Gerade auf Autobahnen müssen Einsatzfahrzeuge schnell und ungehindert zur Einsatzstelle gelangen können.

Lkw-Fahrer zeigt Zivilcourage und unterstützt Feuerwehr mit Gabelstapler

Während die fehlende Rettungsgasse den Einsatzkräften die Anfahrt erschwerte, zeigte ein anderer Lkw-Fahrer bemerkenswerte Hilfsbereitschaft.
Am Anfang des Staus befand sich ein Lastwagen, der einen Gabelstapler mitführte. Dessen Fahrer stellte das Gerät den Einsatzkräften zur Verfügung und unterstützte die Feuerwehr aktiv bei den Arbeiten an dem brennenden Sattelzug.
Gemeinsam mit den Feuerwehrleuten entfernte er mithilfe des Gabelstaplers Teile der Ladung aus dem betroffenen Lastwagen. Dadurch konnte ein besserer Zugang zum Brandherd geschaffen und die Brandbekämpfung erleichtert werden.
Die Feuerwehr bestätigte die Unterstützung und bedankte sich noch vor Ort ausdrücklich bei dem hilfsbereiten Lkw-Fahrer für dessen Zivilcourage.

Autobahn auch am Abend vollständig gesperrt

Der Brand und die anschließenden Einsatzmaßnahmen hatten erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr. Die A4 musste im betroffenen Abschnitt in Fahrtrichtung Dresden vollständig gesperrt werden. Auch in den Abendstunden war die Autobahn weiterhin nicht befahrbar.
Auf den umliegenden Umleitungsstrecken kam es ebenfalls zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Zahlreiche Verkehrsteilnehmer mussten längere Wartezeiten in Kauf nehmen.
Nach Abschluss der Brandbekämpfung übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei, die die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernimmt.
Bei dem Brand wurden keine Personen verletzt. Die genaue Ursache des Feuers sowie die Höhe des entstandenen Sachschadens sind derzeit noch unbekannt.

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