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Datum: 25.06.2026 - 16:37 Uhr | Sachsen-Anhalt

(UP) NEUE BILDER: Historischer Sensationsfund direkt am Landtag: Befestigungsgraben von Karl dem Großen aus dem 9. Jahrhundert bei Bauarbeiten entdeckt; Bauarbeiten sofort gestoppt – Hundeskellet freigelegt, Archäologin dokumentiert Funde (ON TAPE)

Wissenschaftler erhoffen sich neue wichtige Erkenntnisse, Landtagsvizepräsident unterrichtet Abgeordnete über die Neuigkeiten (ON TAPE)

(UP) NEUE BILDER: Historischer Sensationsfund direkt am Landtag: Befestigungsgraben von Karl dem Großen aus dem 9. Jahrhundert bei Bauarbeiten entdeckt; Bauarbeiten sofort gestoppt – Hundeskellet freigelegt, Archäologin dokumentiert Funde (ON TAPE): Wissenschaftler erhoffen sich neue wichtige Erkenntnisse, Landtagsvizepräsident unterrichtet Abgeordnete über die Neuigkeiten (ON TAPE)

Datum: 25.06.2026 - 16:37 Uhr
Ort: Magdeburg / Sachsen-Anhalt

Direkt vor dem Landtag Magdeburg wurde heute bei Bauarbeiten ein Befestigungsgraben entdeckt. Nach ersten Erkenntnissen stammt das Bauwerk aus dem 9. Jahrhundert und wurde von Karl dem Großen in Auftrag gegeben. Die Bauarbeiten wurden sofort unterbrochen und die Archäologen haben ihre Arbeit aufgenommen.

Auf den Bilder gut erkennbar: die helle Erde ist die "Natürliche", der dunkle Boden gehört zum historischen Befestigungsgraben.


Dazu teilt das Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt auf Anfrage mit: 

In der schriftlichen Überlieferung taucht Magdeburg im Jahr 805 erstmals als „Magadoburg“ auf. Dieser Grenzbefestigung Karls des Großen wurden lange Zeit zwei in den 1960er Jahren auf dem Domplatz entdeckte Gräben zugeordnet. Naturwissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahrzehnte deuten allerdings darauf hin, dass die beiden Gräben einige Jahrhunderte älter sind. Zudem wurden bei archäologischen Untersuchungen nach 1989 zwei weitere Befestigungsgräben angeschnitten, die den Domhügel halbkreisförmig abgeriegelt haben. Es ist davon auszugehen, dass die Gräben zu mächtigen Wall-/Graben-Befestigungen gehört haben. Im Osten bildete das Steilufer der Elbe eine natürliche Begrenzung der befestigten Fläche. Die Zuordnung und genaue zeitliche Einordung dieser verschiedenen Grabenbefunde ist mit vielen Fragen behaftet. Daher ist ein nun an der Regierungsstraße freigelegter Abschnitt eines Spitzgrabens von großer Bedeutung. Die wissenschaftliche Auswertung der Grabung verspricht wichtige Hinweise zur Befestigung auf dem Magdeburger Domhügel in der Späten Völkerwanderungszeit bzw. im Frühmittelalter.

Zudem wurden in der Trasse der Fernwärmeleitung frühmittelalterliche Grubenhäuser und Siedlungsgruben erfasst. Den geborgenen Keramikbruchstücken zufolge stammen sie aus dem 9./10. Jh.; bemerkenswert ist ein Hundeskelett aus einem Siedlungsbefund des Frühen Mittelalters.

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