NEWSID: 4735
Datum: 15.06.2026 - 06:29 Uhr | Sachsen

Prozess nach tödlichem Brand in Großhennersdorf beginnt

64-jähriger Sohn wegen Verdachts des Totschlags vor dem Landgericht Görlitz angeklagt

Datum: 15.06.2026 - 06:29 Uhr
Ort: Görlitz / Sachsen / Landkreis Görlitz

Angeklagten unkenntlich machen

Am Montagmorgen beginnt vor dem Landgericht Görlitz der Prozess gegen einen 64-jährigen Mann aus Großhennersdorf. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. Hintergrund ist ein Brand in einem Einfamilienhaus am 4. November 2025, bei dem seine 86-jährige Mutter ums Leben kam.

In den frühen Morgenstunden war das Wohnhaus in Brand geraten. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten sowohl die Seniorin als auch ihren Sohn aus dem Gebäude retten. Beide wurden mit Rettungshubschraubern in eine Klinik gebracht. Die Mutter des Angeklagten, die 86-jährige Helga, erlag jedoch kurze Zeit später ihren schweren Verletzungen. Der Sohn überlebte schwer verletzt.

Nach Erkenntnissen der Anklage soll die Seniorin schwer krank gewesen sein. Ihr Sohn hatte sie über Jahre hinweg gepflegt und betreut. Die Ermittler gehen davon aus, dass er körperlich und psychisch zunehmend an seine Grenzen geraten war. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft könnte es sich bei dem Geschehen um einen erweiterten Suizidversuch gehandelt haben, bei dem die Mutter starb und der Sohn den Brand schwer verletzt überlebte.

Das Gericht wird nun prüfen müssen, wie sich die Ereignisse in jener Novembernacht tatsächlich abgespielt haben und ob sich der Tatvorwurf des Totschlags bestätigen lässt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Angeklagten unkenntlich machen

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