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Datum: 18.05.2026 - 23:32 Uhr | Sachsen

Fünf Personen vermisst! Mann bangt um Leben seiner Frau (exklusiver O-Ton)! Geschockter Oberbürgermeister und Einsatzleiter treten erstmals vor die Presse: "Hunde haben Anzeichen für Menschenleben gegeben!"

Einsatz läuft die ganze Nacht: 129 Einsatzkräfte: "Menschen können 72h in Trümmerfeld überleben" - jetzt drängt die Zeit

Fünf Personen vermisst! Mann bangt um Leben seiner Frau (exklusiver O-Ton)! Geschockter Oberbürgermeister und Einsatzleiter treten erstmals vor die Presse:

Datum: 18.05.2026 - 23:32 Uhr
Ort: Görlitz / Sachsen

Nach dem Einsturz eines Hauses in der James-von-Moltke-Straße in Görlitz am Montagnachmittag dauern die Suchmaßnahmen am späten Abend an. Speziell ausgebildete Suchhunde werden eingesetzt, um mögliche Verschüttete unter den Trümmern aufzuspüren. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften, darunter das Technische Hilfswerk, ist weiterhin vor Ort. Der Straßenzug bleibt weiträumig evakuiert. Zur Ursache des Einsturzes sowie zu möglichen Opfern gibt es bisher keine gesicherten Angaben.

Cosmin Ciobarno war nur kurz einkaufen, als das Haus einbricht, indem er mit seiner Frau Urlaub machen will. Jetzt bangt er um ihr Leben. Warum es augenscheinlich so langsam voran geht, kann er nicht verstehen. Anmerkung: er hat ausdrücklich darum gebeten, etwas sagen zu können.

Der Oberbürgermeister und der Einsatzleiter der treten erstmals vor die Presse und erklären den Stand.

PM Polizei
Haus in Görlitz eingestürzt
Görlitz, James-von-Moltke-Straße
18.05.2026, 17:30 Uhr

Gegen 17:30 Uhr sind bei der Rettungsleitstelle und der Polizei mehrere Notrufe eingegangen. Ein Mehrfamilienhaus in der James-von-Molke-Straße in Görlitz war komplett eingestürzt.

Ob und wie viele Personen sich zu dem Zeitpunkt in dem mehrstöckigen Gebäude aufgehalten haben, wird derzeit geprüft. Aktuell sind fünf Personen nicht zu erreichen. Spezialisten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei sind dazu im Einsatz. Umliegende Gebäude wurden evakuiert.

Die betroffene Straße ist derzeit zwischen der Emmerichstraße und der Dr.-Kahlbaum-Allee voll gesperrt. Die Polizei bittet, sich nicht in den Sperrbereich zu begeben und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.

Zur Ursache des Einsturzes wird die Kriminalpolizei nach Abschluss der Rettungsarbeiten Ermittlungen führen.

Die Einsatzmaßnahmen werden aller Voraussicht nach auch mindestens am morgigen Dienstag fortdauern.

DOWNLOAD Schnittbilder Nacht
https://download.xcitepress.com/download.php?file=2026-05-18_nacht.mp4

DOWNLOAD O-Ton Octavian Ursu (Oberbürgermeister Görlitz) + Sebastian Schramm (Einsatzleiter Feuerwehr)

https://download.xcitepress.com/download.php?file=2026-05-18_toene.mp4


DOWNLOAD Cosmin Ciobarno (seine Frau liegt in den Trümmern)
https://download.xcitepress.com/download.php?file=2026-05-18_angehoeriger.mp4

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Unsere O-Töne
Octavian Ursu (Oberbürgermeister Görlitz)
Die Nachricht hat mich sofort erreicht und ich bin auch hierher gekommen. Wir haben alle verfügbaren Rettungskräfte zusammengezogen, um zu schauen, was wir schnell machen können und auch, um die umliegenden Häuser zu überprüfen.

Die Priorität ist, Überlebende zu suchen. Wir wissen noch nicht, wie viele Verschüttete es gibt. Deshalb haben wir auch eine Hundestaffel im Einsatz sowie schweres Gerät.

Es ist eine besondere Situation. Wir denken in erster Linie an die Betroffenen und hoffen sehr, dass wir noch helfen können. Gleichzeitig kümmern wir uns um alle Menschen aus den umliegenden Häusern, die von der Situation betroffen sind, und versuchen, sie unterzubringen.

Für die betroffenen Einwohner der umliegenden Häuser haben wir zunächst zwei Busse zur Verfügung gestellt, damit sie dort unterkommen und betreut werden können. Außerdem haben wir Wohnungen organisiert. Wir werden uns kümmern. Heute Abend geht es vor allem darum herauszufinden, wie viele Menschen sich überhaupt im Haus befanden.


Sebastian Schramm (Einsatzleiter Feuerwehr)
Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr wurden gegen 17:30 Uhr alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete Explosion eines Hauses mit möglicher Brandgefahr. Das Trümmerfeld, das Sie hinter uns sehen, bot sich den Einsatzkräften bereits beim Eintreffen.

Die besondere Herausforderung besteht darin, dass beim Einsturz Hohlräume entstehen können, in denen sich möglicherweise noch Personen befinden. Deshalb müssen wir so erschütterungsarm wie möglich arbeiten.

Dafür haben wir Fachkräfte des Technischen Hilfswerks angefordert, die entsprechende Sensoren anbringen. Das benötigt Zeit. Da wir uns inzwischen in den Abendstunden befinden, wird sich der Einsatz definitiv bis morgen und möglicherweise darüber hinaus hinziehen.

Die Rettungshundestaffel hat das Gebiet abgesucht. Dabei gab es einzelne Anzeigen der Hunde. Das bedeutet, dass wir uns nun auf bestimmte Bereiche konzentrieren und dort mit äußerster Vorsicht nach Personen suchen.

Zusätzlich erschwert die Gefahr durch Gas den Einsatz. Immer wieder treten Rauch oder Gasgeruch aus. Solange diese Gefahr nicht vollständig gebannt ist, bleibt der Einsatz für unsere Kräfte gefährlich.

Die Hunde zeigen mögliche Fundstellen unterschiedlich an – manche bellen, andere bleiben sitzen. Es gab ein bis zwei Bereiche, in denen mehrere Hunde unabhängig voneinander angeschlagen haben. Auf diese Schwerpunktbereiche konzentrieren wir uns jetzt gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk.

Zur Zahl der Verschütteten oder Verletzten können wir derzeit noch keine konkreten Angaben machen. Gemeinsam mit der Polizei und weiteren Stellen prüfen wir derzeit, wer sich möglicherweise noch im Gebäude befunden hat.

Das erschütterungsarme Arbeiten bedeutet, dass wir zunächst nicht mit schwerem Gerät arbeiten können. Schwere Maschinen verursachen Vibrationen, die für mögliche Überlebende gefährlich sein könnten. Deshalb räumen wir in der ersten Phase den Schutt per Hand weg. Erst danach werden wir vorsichtig größere Trümmerteile mit schwerem Gerät bewegen.

Aktuell sind 129 Einsatzkräfte verschiedener Organisationen im Einsatz. Dazu gehören das Technische Hilfswerk, die Polizei, Rettungshundestaffeln sowie Einheiten für Betreuung und Logistik. Die Versorgung der Einsatzkräfte ist sichergestellt.

Wie lange der Einsatz dauern wird, lässt sich derzeit schwer abschätzen. Fachberater gehen davon aus, dass Menschen in Trümmerfeldern bis zu 72 Stunden überleben können. Deshalb tun wir alles Menschenmögliche, um Personen lebend zu retten. Der Einsatz wird mindestens bis morgen andauern, möglicherweise auch länger.

Die absolute Priorität hat die Rettung von Menschenleben. Dafür schicken wir unsere Einsatzkräfte auch bewusst in Gefahrenbereiche. Oberste Priorität ist die Personensuche und Menschenrettung.

Bestellung & Newsdesk unter +49 (0) 174 53 53 920

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