NEWSID: 4653
Datum: 02.05.2026 - 15:55 Uhr | Sachsen

Spekta-KUH-läre Rettungsaktion!

Kuh Luise hängt in der Steilwand - braucht Feuerwehr und einen Tierarzt, um wieder festen Boden unter die Hufen zu bekommen

Spekta-KUH-läre Rettungsaktion!: Kuh Luise hängt in der Steilwand - braucht Feuerwehr und einen Tierarzt, um wieder festen Boden unter die Hufen zu bekommen

Datum: 02.05.2026 - 15:55 Uhr
Ort: Haselbachtal / Sachsen

Eine ausgebüxte Kuh, eine Steilwand, ein Tierarzt am Limit — und ein THW-Kran, der im entscheidenden Moment versagte. Das Drama um Kuh Luise im Haselbachtal hatte alles, was ein Rettungseinsatz nicht brauchen kann. Und trotzdem endete er mit Applaus.

Es begann als harmlose Ausreißer-Geschichte: Zwei Kühe hatten sich am Freitagabend von entfernt. Was zunächst wie eine gewöhnliche Suche aussah, entwickelte sich über Nacht zu einem Einsatz der ganz anderen Art. Eine der beiden Kühe wurde noch am Abend gefunden - in einer Lage, aus der es keinen Ausweg mehr gab. Sie musste erschossen werden. Kuh Luise "verlief" sich im felsigen Gelände an der Jahnstraße in einen Steinbruch.

Wie genau Luise in diese missliche Lage geriet, ist noch nicht restlos geklärt. Als die Sonne aufging, war das Szenario eindeutig: Die Kuh stand hoch oben auf einem Vorsprung der Steilwand, der nach allen Seiten hin abfiel - kein Weg rauf, kein Weg runter.

Der Alarm ging raus, und die Helfer kamen in Scharen. Kameraden der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren sicherten das schwierige Gelände und übernahmen die Absperrung. Für die eigentliche Rettungsarbeit an der Wand war Spezialwissen gefragt: Die Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Bautzen rückte an - jene Einheit, die sonst Menschen aus Schächten, Gerüsten und Felsspalten befreit.

Das schwere Gerät stellte zunächst das Technische Hilfswerk (THW) bereit: Ein großer Kran, um Luise schließlich von der Wand heben zu können. Doch bevor auch nur ein Seil angelegt werden konnte, hatte der Tierarzt seinen Auftritt. Vorsichtig sedierte er die aufgewühlte Kuh direkt vor Ort — keine leichte Aufgabe bei einem verängstigten Tier auf schmalem Felsgestein in luftiger Höhe. Die Kuh torkelte gefährlich hin und her. Sekundenlang drohte sie abzustürzen. Die Helfer konnten nur zusehen und hoffen - einzugreifen war in diesem Moment kaum möglich.

Luise hielt stand. Mit letzter Balance blieb sie auf dem Vorsprung, sank langsam in den Tiefschlaf - und erst jetzt konnten die Höhenretter aktiv werden. 

Die Spezialisten begaben sich zu dem Tier, legten Luise ein Gurtgeschirr an.
Nun sollte der Kran des Technischen Hilfswerks (THW) Luise von der Wand heben. Doch das Gerät versagte im entscheidenden Moment: technischer Defekt. Mitten im laufenden Einsatz, mit einer sedierten Kuh an der Steilwand, stand das THW ohne funktionsfähiges Hebezeug da.
Ein privates Kranunternehmen wurde sofort angefragt.

Als der private Kranwagen schließlich eintraf und in Position gebracht wurde, lagen bereits Stunden des Bangens hinter den Einsatzkräften. Doch jetzt funktionierte alles: Die Kameraden der Feuerwehr legten der schlafenden Luise das Gurtgeschirr an - und der Kran hob sie Zentimeter für Zentimeter von der Steilwand fort.

Die Kuh Luise wurde dem Tierarzt übergeben.

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O-Töne Dipl.-Med. Vet. Klaus Pötschke (Tierarzt) + Dennis Oswald (Stellv. Gemeindewehrleiter Haselbachtal)
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