Sechs Personen teils schwer verletzt: Familie mit Kindern in letzter Sekunde aus lebensgefährlicher CO-Falle gerettet!
Ursache: Holzkohlegrill im Treppenhaus
Datum: 18.03.2026 - 00:17 Uhr
Ort: Hohnstein / Sachsen
/ Sächsische Schweiz
Hohnstein, 17.03.2026 – Gegen 21:00 Uhr kam es am Markt unterhalb der Burg Hohnstein zu einem größeren Rettungseinsatz. Ursprünglich waren Rettungskräfte wegen eines medizinischen Notfalls zu einer Wohnung alarmiert worden. Beim Betreten des Gebäudes schlug jedoch der CO-Warner der Rettungswagenbesatzung an. Dabei handelt es sich um ein tragbares Messgerät, das Einsatzkräfte vor Kohlenmonoxid (CO) warnt – einem farb- und geruchlosen, aber hochgiftigen Gas.
Daraufhin wurden umgehend weitere Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) nachalarmiert. Einsatzkräfte der Feuerwehr gingen unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und retteten die sechsköpfige Familie, unter ihnen vier Kinder, aus der Wohnung.
Zur weiteren Lageerkundung wurde die Feuerwehr Neustadt in Sachsen mit einem CBRN-Erkundungskraftwagen hinzugezogen. Messungen ergaben extrem hohe Kohlenmonoxidkonzentrationen im Treppenhaus sowie in den Wohnräumen. Nach ersten Erkenntnissen hatte die Familie am Abend im geschlossenen Treppenhaus mit einem Holzkohlegrill gegrillt, wodurch sich das gefährliche Gas ansammelte und sich unbemerkt im Gebäude ausbreitete.
Alle sechs Familienmitglieder erlitten eine Kohlenmonoxid-Vergiftung – dabei gelangt das Gas unbemerkt über die Atemluft in den Körper und bindet sich im Blut deutlich stärker als Sauerstoff an den roten Blutfarbstoff. Dadurch wird der Sauerstofftransport im Körper blockiert, lebenswichtige Organe werden nicht mehr ausreichend versorgt. Für die Betroffenen besteht akute Erstickungsgefahr, die unbehandelt innerhalb kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit und daraufhin zum Tod führen kann. Zwei der Betroffenen wurden schwer verletzt, alle sechs wurden vom Rettungsdienst versorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Die Feuerwehr belüftete die Wohnung intensiv und führte anschließend Messungen durch, bis die Räume wieder freigemessen werden konnten. Insgesamt waren rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hohnstein und Neustadt i. Sa., der zuständige Kreisbrandmeister, mehrere Rettungsmittel des ASB Neustadt in Sachsen, darunter Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst und die Polizei vor Ort im Einsatz.
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