NEWSID: 4492
Datum: 29.01.2026 - 10:28 Uhr | Sachsen
„Ich habe Angst, auf mein Handy zu schauen“ – Kurden in Sachsen bangen um ihre Familien: Warnung vor humanitärer Katastrophe in Nordsyrien und Kritik am medialen Desinteresse
emotionale O-Töne mit Kurden + Vox-Pops + ausführliche Schnittbilder
Datum: 29.01.2026 - 10:28 Uhr
Ort: Dresden / Sachsen
Thema:
anhaltenden Kämpfe in Nord- und Ostsyrien besorgen die kurdische Community in Deutschland
Protagonisten:
Person 1 (Solin): Kurdin aus aus Afrin nähe Kobane (zuletzt von Regierungstruppen besetzt wurden - Experten befürchten eine humanitäre Katastrophe), lebt in Dresden, spricht Deutsch. Familie und Freunde in der Region
Person 2 (Max): Vertreter der Initiative für Frieden in Kurdistan
Person 3 (Selo): kurdische Mutter, lebt seit 15 Jahren in Deutschland
1. Vor der Demo (Dresden / Alaunpark)
- Interview Person 1 und 3
- Bilder vom Handy mit aktuellen Aufnahmen aus Kobane
- Themen: Sorge um Angehörige, Ohnmacht aus der Ferne, Motivation für die Demo; will Video von kurdischen Jungen zeigen (fängt beim zeigen an zu weinen)
2. Demonstration in Dresden
- Ausführliche Demo-Bilder (ca. 600 Teilnehmer sehr emotionale Atmosphäre, vor allem Frauen)
- Bilder von Protagonisten im Protest
- Kurze Vox-Pops
3. Einordnung & Forderungen
- Interview Person 2 am Rande der Demo
- Themen: Lage in Syrien, Kritik am geringen öffentlichen Interesse, Forderungen an die deutsche Politik, Auswirkungen auf die kurdische Community in Sachsen
Kontext:
In Deutschland leben etwa 1,3 Millionen Menschen mit kurdischer Abstammung. Viele haben Familie und Freunde in den umkämpften Regionen. In Dresden (wie auch in vielen anderen Städten) gibt es derzeit jeden Tag Demonstrationen der kurdischen Community.
Bei der Demonstration in Dresden kamen etwa 600 Menschen zusammen - unter ihnen auffallend viele junge Frauen.
DOWNLOAD O-Töne, Vox-Pops + ausführliche Schnittbilder
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Unsere O-Töne
Max von der Initiative für Frieden in Kurdistan (IFK):
„Uns erreichen täglich Bilder von Freunden und Familie aus der Region – mit schrecklichen Szenen: Folter, Exekutionen und massive Zerstörung.“
„Die Selbstverwaltung in Nordostsyrien ist einmalig im Nahen Osten – Menschen unterschiedlichster Religionen und Ethnien leben dort friedlich zusammen.“
„Rojava ist ein Moment der Hoffnung – nicht nur für kurdische Autonomie, sondern für eine friedliche Perspektive in der gesamten Region.“
„Die Situation ist in der deutschen Öffentlichkeit kaum präsent – deshalb müssen wir Druck auf die Politik aufbauen.“
„Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass das Europa nicht betrifft – ein Wiedererstarken des IS ist ein Problem für die ganze Welt.“
„Kobane ist umzingelt: Wasser, Strom und Internet sind abgestellt. Die Menschen frieren und hungern – es braucht dringend einen humanitären Korridor.“
„Diese Kräfte müssen bekämpft und nicht unterstützt werden – finanzielle Hilfe für die Übergangsregierung muss sofort gestoppt werden.“
„Was in Nordostsyrien passiert, geht uns alle an – es ist ein realer Entwurf für Demokratie, Frauenbefreiung und Selbstbestimmung.“
Solin (Kurdin aus Afrin):
„Ich bin seit 2013 hier in Deutschland, ich lebe in Dresden. Ich komme aus Afrin und habe noch viele Familienangehörige und Freunde in der Region, auch aus Kobane und Qamischli.“
„In letzter Zeit war es sehr schwierig, Kontakt zu halten – es gab kein Internet und keinen Strom.“
„Die aktuelle Situation ist sehr schwierig und dramatisch: Es gibt kein Wasser, keinen Strom. In dieser Lage sind vor allem die Kinder betroffen.“
„Durch die Kälte sind in letzter Zeit leider vier Kinder gestorben.“
„In meinen Gedanken bin ich die ganze Zeit bei ihnen. Wir gehen hier auf die Straße, um auf die Situation aufmerksam zu machen.“
„Ich habe Angst zu schlafen, weil ich Angst habe aufzuwachen und auf mein Handy zu schauen – und zu sehen, dass wieder etwas Schlimmes passiert ist.“
„Er sagt, es gibt kein Wasser, keinen Strom, keine Heizung. Seine Jacke ist nass, er kann sie nicht anziehen – und er ist selbst behindert und braucht Unterstützung.“
Selo (Kurdin aus Qamishlo):
„Ich komme aus Syrien, aus kurdischen Gebieten, und lebe seit 15 Jahren in Deutschland. Die Situation in unserer Region wird immer schlimmer.“
„Wir haben jahrelang gegen den IS gekämpft – und heute werden die Kurden allein gelassen. Es gibt keine Hilfe.“
„Deshalb sind wir heute auf der Straße. Wir brauchen Unterstützung und Solidarität mit den Menschen in Rojava.“
„Kobane ist belagert. Die Stadt ist umzingelt von Kräften, die mit Islamisten verbündet sind.“
„Es gibt dort kein Wasser, keinen Strom, kein Internet – und die Lage verschärft sich jeden Tag.“
„Ich bin Mutter von vier Kindern. Ich kann nachts nicht schlafen, weil ich Angst habe vor den Nachrichten.“
„Unsere Frauen werden bedroht, Kinder sterben – und die Welt schaut zu, aber niemand handelt.“
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Unsere Bilder
- O-Töne + Antextbilder
- Vox-Pops
- Protagonisten auf der Demo
- Plakate und Fahnen Close
- Emotionen auf Demonstration
- ausführliche Schnittbilder Demonstration
