(NEUE INFOS) Schwein gehabt: hunderte Rinder und Schweine bei dramatischen Großbrand (2600 Quadratmeter) gerettet: Kripo ermittelt - betroffener Bürgermeister steht vor Flammenmeer (O-Ton): Schwieriger Einsatz für die Retter: Wassernetz-Zusammenbruch, schweres Unwetter ("Das hat uns stark getroffen"), Kräftemangel, freilaufende Tiere
1.000 Meter Schläuche verlegt, Bürgermeister betroffen (O-Töne), 100 Einsatzkräfte, Landwirte helfen mit, reißen mit Traktoren eigenen Stall ein (ON TAPE), drei Menschen verletzten sich bei Tierrettung
Datum: 19.08.2024 - 14:07 Uhr
Ort: Großerkmannsdorf / Radeberg / Sachsen
Update 14:00 Uhr, PM Polizei:
Großbrand in Milchviehanlage
Radeberg, OT Großerkmannsdorf, Bischofsweg
18.08.2024, 21:55 Uhr
Am späten Sonntagabend ist es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Großbrand in einer Milchviehanlage eines Landwirtschaftsbetriebes am Bischofsweg im Radeberger Ortsteil Großerkmannsdorf gekommen.
Beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei stand das Gebäude in der Größe von etwa 22 mal 120 Meter bereits im Vollbrand. Die Kameraden evakuierten gemeinsam mit Mitarbeitern der Firma sowie der Polizei etwa 200 bis 250 Kälber und Schweine aus dem Stall und brachten sie auf einer angrenzenden Koppel unter. Da das Gebäude auch als Getreide- und Mineralstofflager genutzt wird, befanden sich größere Mengen an Heu- und Strohballen in der Halle.
Nach ersten Schätzungen geht der Sachschaden in die Millionenhöhe. Bei der Evakuierung verletzten sich drei Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes leicht und kamen in ein Krankenhaus.
Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauern zum jetzigen Zeitpunkt noch an. Nach Abschluss dieser kommt ein Brandursachermittler zum Einsatz. Die Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen. (ks)
Update 3:00 Uhr: Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr, Werner Hütter, mitteilt, sind knapp 100 Einsatzkräfte an der Bekämpfung des Großbrandes beteiligt. Einige Feuerwehren hätten weite Strecken zurückgelegt, da aufgrund der schwierigen Unwetterlage, viele Einsätze parallel stattfinden würden. Derzeit musste der Rettungsdienst drei Verletzte behandeln, zwei wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Sie verletzten sich offenbar beim Versuch, die hunderten Schweine und Rinder vor dem Flammentod zu retten. Doch, das scheint die gute Nachricht, die Rettung der Tiere scheint nach bisherigen Erkenntnissen gut verlaufen zu sein: "Ein Großteil der Tiere konnte gerettet werden", so Hütter. Oberbürgermeister Frank Höhme spricht auf Nachfrage sogar davon, dass alle Tiere gerettet werden konnten. Diese liefen zunächst frei auf dem Gelände herum, konnten eingefangen und in umliegende Ställe gebracht werden.
Schwierig gestaltete sich trotz anhaltendem Starkregen die Wasserbereitstellung. Das Wassernetz sei zusammengebrochen. Die Feuerwehr hätte deshalb rund 1.000 Meter Schläuche über die umliegenden Felder verlegen müssen und die Brandbekämpfung wird vermutlich noch weitere Stunden andauern. Laut Höhme (selbst Feuerwehrmann) ist damit zu rechnen, dass es "in den nächsten Tagen noch qualmen wird".
Erstmeldung: Großbrand am Sonntagabend bei einer Milchviehanlage nahe Dresden. Kurz vor 22.00 Uhr brach ein Feuer in Großerkmannsdorf aus. Laut ersten Informationen sollen etwa 800 Quadratmeter Fläche in Brand stehen. Einige Tiere seien bei dem Feuer möglicherweise verendet, weitere Tiere sind noch freiläufig. Die Feuerwehren aus der Region sind mit einem Großaufgebot vor Ort - auf Grund der Unwetterlage seien aber auch viele Kräfte andererorts gebunden.
DOWNLOAD erste Schnittbilder
https://download.xcitepress.com/download.php?file=2024-08-18_grossbrand-tierbetrieb.mp4
DOWNLOAD weitere Schnittbilder + O-Ton Werner Hütter (Einsatzleiter) + O-Ton Frank Höhme (Oberbürgermeister Radeberg)
https://download.xcitepress.com/download.php?file=2024-08-18_grossbrand-tierbetrieb-t2.mp4
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