Spionageaffäre und "Vorermittlungen" gegen Maximilian Krah bestimmen AfD-Wahlkampfauftakt "üble Diffamierung" - Generalsekretär Zwerg schon jetzt sicher: "Das Verfahren wird eingestellt werden!", AfD-Basis überrascht mit plötzlicher China-Sympathie - Krahs Landesverband hält an Unterstützung fest
Erste Partei-Reaktionen auf "Vorermittlung" gegen Krah; Wie denkt die Parteibasis über die Vorwürfe und den mutmaßlichen China-Spion? Wird die AfD jetzt zum China-Kuschler? Staatsanwaltschaft prüft derweil Ermittlungen gegen Krah
Datum: 25.04.2024 - 00:20 Uhr
Ort: Pirna / Sachsen
Wahlkampfauftakt zur Kommunalwahl der AfD in Pirna bei Dresden. Eigentlich will die AfD hier ihre Stadtratskandidaten der Öffentlichkeit vorstellen, doch an der Spionageaffäre führt kein Weg vorbei. Auch der Generalsekretär und parlamentarische Geschäftsführer der AfD Sachsen, Jan Zwerg, ist vor Ort und greift in seiner Rede die aktuell bekanntgewordenen Vorermittlungen gegen seinen Dresdner Parteikollegen Maximilian Krah auf. Zwerg nimmt den Europapolitiker und auch seinen (ehemaligen) Mitarbeiter Jian Guo in Schutz, denn für ihn steht fest: "Das Verfahren wird eingestellt werden, weil nichts zu holen ist". Der Landtagsabgeordnete spricht zudem von einer "billigen Masche" - "Der Schuss wird nach hinten losgehen. Wir werden richtig zulegen", spricht Zwerg siegessicher zu seinen Anhängern.
Bei der Partei-Basis ist der Redebedarf zur Spionageaffäre groß, viele offenbaren eine überraschend große China-Sympathie. Ähnlich wie bei Russland, ist jetzt auch bei der Volksrepublik die Rede von einem "wichtigem Partner". Auf dem Marktplatz in Pirna scheint niemand, der den Dresdner AfD-Politiker für seine chinafreundlichen Positionen, die auch innerhalb der AfD kontrovers diskutiert wurden, kritisieren will. Im Gegenteil: die AfD-Anhänger stellen sich geschlossen hinter Maximilian Krah und sehen die Ermittlungen beispielsweise als Versuch einer "üble Diffamierung der AfD". Ein anderer sieht den Zeitpunkt der Ermittlungen "plötzlich vor Wahlen" als politisch motiviert und ist sich sicher: "Die EU hat er (Jian Guo) auf jeden Fall nicht ausspioniert."
Auch ein Landtagsabgeordneter der AfD aus Niedersachsen, Omid Najafi, unterstützte die Parteiveranstaltung. Er sprach in seiner Rede u.a. vom "wiederkehrenden Faschismus in Deutschland". Vorangetrieben würde dies auch von den "Volksparteien".
Ganz unwidersprochen findet der Wahlkampfauftakt der rechtsaußen Partei nicht statt: rund 90 Personen schlossen sich einem Gegenprotest in Hör- und Sichtweite an. Die Polizei sicherte die Kundgebungen ab.
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