Alptraum für den Reitsport! Gefährlicher Herpes-Virus aus Valencia tötet Pferde
Schnelltest durch die Nase und Impfstoff-Knappheit
Datum: 12.03.2021 - 15:27 Uhr
Ort: Dresden / Sachsen
Was wie ein schlechter Witz klingt ist für den Reitsport bittere Realität. Ein gefährlicher Herpes-Virus breitet sich von Spanien kommend aus und tötete bereits mehrere Pferde, darunter auch deutsche Turnierpferde. Inwieweit sich das Virus in Deutschland schon ausgebreitet hat ist bisher unbekannt, da die Infektionen hierzulande nicht meldepflichtig sind. Folgen der Infektion sind unterschiedlich: Zum einen können tragende Stuten ihre Fohlen verlieren, zum anderen gibt es schwere Atemwegserkrankungen, welche mit am häufigsten vorkommen. Schließlich kann auch eine Erkrankung des Zentralen-Nervensystems vorkommen, was letztlich zum Tod des Pferdes führen kann.
Für die Pferde gibt es einen Impfstoff gegen das Herpes-Virus, doch aufgrund der aktuellen Situation und der damit einhergehenden hohen Nachfrage wird auch dieser knapp. Der Dachverband Deutscher Galopp hat als Reaktion auf den Ausbruch des Equinen Herpes-Virus in Valencia eine Impfpflicht gegen dieses für Pferde tödliche Virus eingeführt. Nicht geimpfte Pferde werden nicht für Galopprennen in Deutschland zugelassen. "Ich hab mal einen halben Tag telefoniert mit verschiedenen Tierärzten die ich kenne und hab faktisch auf Anhieb zwei gefunden die für zehn Pferde Impfstoff hatten." so Heike Frohburg, Pferde-Managerin der Galopprennbahn Dresden. Auch hier werden zunächst die älteren Pferde geimpft, da diese in der Saison als erstes an den Start gehen werden.
Auch Schnelltests sind für die Pferde vorhanden. Der Dachverband überlegt derzeit, ob dies übergangsweise eine Möglichkeit ist um die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen.
Download inkl. O-Ton Hartmut Bothe, Tierarzt und Heike Frohburg, Pferde-Managerin Galopprennbahn Dresden
https://download.xcitepress.com/download.php?file=2021-03-12_pferdevirus_galopprennbahn.mp4
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