Trotz Corona: PEGIDA darf demonstrieren
Sondergenehmigung für PEGIDA-Bewegung in Dresden sorgt für Kritik
Datum: 20.04.2020 - 16:31 Uhr
Ort: Dresden / Sachsen
Das Dresdner Ordnungsamt hat der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung mitten in der Corona-Krise eine Kundgebung genehmigt und damit für Protest gesorgt.
Am Montagabend dürfen in Dresden 80 Menschen an einer Pegida-Kundgebung teilnehmen.
Selbst Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zeigte sich am Montagvormittag von der Entscheidung des Ordnungsamtes überrascht, die Versammlung am Montagabend zuzulassen. Er halte angesichts des Infektionsgeschehens eine solche Demonstration in der gegenwärtigen Situation für nicht vertretbar.
80 Teilnehmer sind für 30 Minuten Demonstration erlaubt. Diese Entscheidung traf weitreichend auf Unverständnis.
UPDATE: Nach einer Neuprüfung, bei der auch die heutige Entscheidung des Verwaltungsgerichts Chemnitz einbezogen wurde, sind am heutigen Abend in Dresden nur noch 15 statt ursprünglich 80 Teilnehmer bei Pegida erlaubt. Ein entsprechender Änderungsbescheid sei den Veranstaltern bereits übermittelt worden.
Auch einige Gegendemonstranten waren auf den Neumarkt gekommen.
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